Der Junggesellenabschied (JGA) ist eine der letzten großen Feiern vor der Hochzeit. Doch immer häufiger stellt sich die Frage: Sollte man den Junggesellenabschied gemeinsam oder getrennt feiern? In diesem Artikel beleuchten wir die Vor- und Nachteile beider Varianten und geben Tipps für eine unvergessliche Feier.
Inhalt
ToggleDie Tradition: Getrennte Feiern
Traditionell feiern Männer und Frauen ihren JGA getrennt. Der Bräutigam verbringt den Abend mit seinen besten Freunden, während die Braut mit ihren Freundinnen feiert. Diese Trennung hat historische Wurzeln und basiert oft auf klassischen Geschlechterrollen.
– Vorteile eines getrennten Junggesellenabschieds
- Individuelle Planung: Männer und Frauen haben oft unterschiedliche Vorstellungen davon, wie ein perfekter Abend aussehen sollte.
- Ungezwungene Atmosphäre: Ohne den Partner in der Nähe kann sich jeder entspannter fühlen und die Feier unbeschwert genießen.
- Tradition bewahren: Viele Paare schätzen die klassische Trennung, da sie das Besondere dieses letzten „freien“ Abends betont.
– Nachteile
- Geteilte Freundeskreise: In vielen Beziehungen haben Braut und Bräutigam gemeinsame Freunde. Eine getrennte Feier kann bedeuten, dass sich Freunde entscheiden müssen, an welchem Event sie teilnehmen.
- Unterschiedliche Budgets: Ein aufwändiger Junggesellenabschied kann teuer werden, und wenn beide Feiern getrennt organisiert werden, steigen die Gesamtkosten.
- FOMO (Fear of Missing Out): Einige Paare möchten diesen besonderen Moment lieber gemeinsam erleben, anstatt getrennt zu feiern.

Gemeinsame Feier: Ein neuer Trend
Immer mehr Paare entscheiden sich für einen gemeinsamen Junggesellenabschied, bei dem beide Gruppen zusammen feiern. Dies bietet einige spannende Vorteile.
– Vorteile eines gemeinsamen Junggesellenabschieds
- Alle Freunde dabei: Gemeinsame Freundeskreise müssen sich nicht aufteilen, sondern können gemeinsam eine unvergessliche Zeit verbringen.
- Kosteneffizient: Eine einzige Veranstaltung bedeutet oft geringere Kosten für Aktivitäten, Unterkunft oder Transport.
- Mehr Möglichkeiten: Eine größere Gruppe bietet oft mehr Optionen für ausgefallene Erlebnisse, wie ein gemeinsamer Wochenendtrip oder ein großes Event.
– Nachteile
- Weniger Privatsphäre: Manche mögen es, einen letzten Abend nur mit ihren besten Freunden zu verbringen, ohne den Partner in der Nähe.
- Planungsschwierigkeiten: Unterschiedliche Interessen innerhalb der Gruppe können die Planung erschweren.
- Weniger Überraschungseffekt: Manche Überraschungen oder Spiele sind vielleicht weniger passend, wenn der Partner mitfeiert.

Tipps für die perfekte JGA-Planung
Egal ob gemeinsam oder getrennt – die Planung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Junggesellenabschied. Meist wird der JGA von den Trauzeugen organisiert. Wichtig für die Planung ist jedoch, dass die Wünsche und Vorstellungen des Brautpaares unbedingt berücksichtigt werden. Denn nur weil sich die Gruppe eine Vorstellung von den perfekten JGA macht, heißt es nicht, dass es dem Brautpaar auch gefallen wird. Hier sind einige Tipps, um das Beste aus der Feier herauszuholen:
1. Wünsche des Brautpaares berücksichtigen
Fragt das Brautpaar, was es sich wünscht. Manche möchten lieber getrennt feiern, während andere eine gemeinsame Feier bevorzugen. Zudem sind Erlebnisse, Aktionen und möglicherweise die Orte auch Geschmacksache. An diesen Tag geht es um das Brautpaar, es wäre also eine Katastrophe, wenn sich diese dann unwohl dabei fühlen.
2. Frühzeitig planen
Beliebte Locations und Aktivitäten sind schnell ausgebucht. Eine frühzeitige Planung erleichtert die Organisation und spart Geld. Zudem sind meist mehrere Personen an diesem Tag dabei. Sprecht euch gut ab, dass letztendlich alles reibungslos funktioniert.
3. Budget im Auge behalten
Setzt ein Budget fest, das für alle Teilnehmer realistisch ist. So vermeidet ihr unangenehme Überraschungen. Die Kosten des Abends werden meist von den Freunden des Brautpaares getragen. Wollt ihr jedoch in eine andere Stadt, kann auch Geld vom Brautpaar eingefordert werden.
4. Ein abwechslungsreiches Programm
Egal ob Party, Outdoor-Abenteuer oder Wellness-Wochenende – ein abwechslungsreiches Programm sorgt dafür, dass für jeden etwas dabei ist.
5. Erinnerungen schaffen
Organisiert eine besondere Überraschung oder plant ein Fotoshooting, um den Junggesellenabschied unvergesslich zu machen.

Fazit: Welche Variante ist die beste?
Ob getrennt oder gemeinsam – beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Während getrennte Feiern die klassische Wahl sind und Freiraum für individuelle Erlebnisse bieten, kann ein gemeinsamer Junggesellenabschied die perfekte Lösung sein, wenn es viele gemeinsame Freunde gibt oder das Paar gerne zusammen feiert.
Am Ende zählt, dass der Junggesellenabschied eine unvergessliche Zeit mit den besten Freunden wird. Die Entscheidung sollte immer auf den Wünschen des Brautpaares basieren. Ganz gleich, wie ihr euch entscheidet – eine gute Planung und eine tolle Gesellschaft sind die wichtigsten Zutaten für einen gelungenen Junggesellenabschied!