Nachhaltigkeit wird auch in der Hochzeitsmode immer wichtiger. Viele Paare möchten nicht nur einen unvergesslichen Tag erleben, sondern dabei auch ethisch und umweltbewusst handeln. Fair Fashion für die Hochzeit bietet nachhaltige Alternativen zu herkömmlicher Braut- und Bräutigammode – von fair produzierten Stoffen bis hin zu Second-Hand-Optionen. Hier sind die besten Tipps, um euren Hochzeitslook nachhaltig zu gestalten.
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ToggleWarum nachhaltige Hochzeitsmode?
Traditionelle Braut- und Bräutigammode wird oft unter umweltschädlichen und unfairen Bedingungen produziert. Nachhaltige Alternativen sorgen für:
- Faire Arbeitsbedingungen: Zertifizierte Fair-Fashion-Labels garantieren ethische Produktionsprozesse, bei denen faire Löhne und sichere Arbeitsbedingungen gewährleistet werden.
- Umweltfreundliche Materialien: Nachhaltige Stoffe wie Bio-Baumwolle oder recycelte Seide reduzieren die Umweltbelastung, da sie weniger Wasser verbrauchen und ohne schädliche Chemikalien hergestellt werden.
- Wiederverwendbarkeit: Second-Hand-Kleider oder Mietmodelle helfen, Ressourcen zu schonen und die Textilabfälle zu reduzieren.

Nachhaltige Brautkleider
Es gibt viele Wege, ein umweltfreundliches Brautkleid zu finden. Anstatt ein neues Kleid zu kaufen, lohnt es sich, über folgende Alternativen nachzudenken:
- Fair Fashion Labels: Immer mehr Designer setzen auf nachhaltige Brautmode, die aus ökologisch verantwortungsvollen Materialien hergestellt wird. Marken wie „The Reformation“ oder „Kisui Berlin“ bieten wunderschöne, nachhaltige Hochzeitskleider.
- Second-Hand & Vintage: Vintage-Hochzeitskleider haben oft einen einzigartigen Charme. In spezialisierten Boutiquen oder Online-Plattformen wie „Vinted“ oder „Kleiderkreisel“ gibt es eine große Auswahl an Second-Hand-Brautkleidern.
- Kleider leihen: Falls ihr euer Brautkleid nur für den großen Tag braucht, ist das Mieten eine kostengünstige und ressourcenschonende Möglichkeit. Verleih-Services bieten eine breite Palette an Stilen und Größen an.
Nachhaltige Anzüge für den Bräutigam
Auch Bräutigame können ihren Hochzeitslook nachhaltig gestalten. Ein Anzug ist meist langlebiger als ein Brautkleid, doch es gibt viele nachhaltige Optionen:
- Faire Anzüge: Anbieter wie „Hessnatur“ oder „Armed Angels“ setzen auf biologisch abbaubare Stoffe und faire Produktion.
- Second-Hand-Smokings: Hochwertige Second-Hand-Anzüge sind oft eine kostengünstige und nachhaltige Wahl. Es gibt spezialisierte Läden für hochwertige Vintage-Mode, die auch Hochzeitsanzüge anbieten.
- Wiederverwendbare Mode: Wählt einen schlichten, zeitlosen Anzug, den ihr auch nach der Hochzeit zu anderen Anlässen tragen könnt.

Umweltfreundliche Stoffe
Die Wahl der Stoffe spielt eine große Rolle für die Nachhaltigkeit der Hochzeitskleidung. Die folgenden Materialien sind umweltfreundlich und stilvoll:
- Bio-Baumwolle: Sie wird ohne schädliche Pestizide angebaut und benötigt weniger Wasser als konventionelle Baumwolle.
- Recycelte Seide: Eine nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Seide, die ohne Tierquälerei und unter besseren Arbeitsbedingungen hergestellt wird.
- Leinen & Hanf: Beide Materialien sind sehr langlebig, atmungsaktiv und benötigen wenig Wasser in der Produktion.
Nachhaltige Accessoires
Auch bei Accessoires gibt es viele umweltfreundliche Alternativen, die euren Look vervollständigen:
- Vintage-Schmuck: Erbstücke oder antiker Schmuck sind stilvoll und haben eine Geschichte. Alternativ gibt es nachhaltige Juweliere, die recyceltes Gold und ethisch gewonnene Edelsteine nutzen.
- Faire Schuhe: Es gibt viele nachhaltige Schuhmarken, die vegane, recycelte oder fair produzierte Modelle anbieten.
- Blumenkronen aus Trockenblumen: Diese sind eine langlebige Alternative zu frischen Blumenkränzen und können nach der Hochzeit als Deko weiterverwendet werden.

Nach der Hochzeit: Weiterverwenden statt Wegwerfen
Nachhaltigkeit endet nicht am Hochzeitstag. Überlegt euch im Voraus, was ihr mit eurer Hochzeitskleidung nach der Feier tun möchtet:
- Kleid oder Anzug weiterverkaufen: Plattformen wie „Stillwhite“ oder „Vestiaire Collective“ ermöglichen den Weiterverkauf hochwertiger Hochzeitsmode.
- Umarbeiten lassen: Aus dem Brautkleid kann ein elegantes Sommerkleid entstehen, indem es gekürzt oder eingefärbt wird.
- Kleidung spenden: Wohltätigkeitsorganisationen freuen sich über gut erhaltene Braut- und Bräutigammode, die Menschen mit geringem Einkommen eine Traumhochzeit ermöglicht.
Nachhaltige Hochzeitsmode für Gäste
Auch als Hochzeitsgast kann man auf Fair Fashion setzen:
- Second-Hand-Kleider: Abendkleider und Anzüge gibt es in vielen Second-Hand-Läden oder auf Online-Plattformen.
- Faire Mode: Es gibt zahlreiche Labels, die nachhaltige Festmode anbieten.
- Kleidung leihen: Mietservices für festliche Mode sind eine großartige Möglichkeit, stilvoll und nachhaltig zu bleiben.
Fazit
Nachhaltige Hochzeitsmode ist nicht nur stilvoll, sondern auch ethisch vertretbar. Ob ihr auf Fair-Fashion-Labels setzt, Second-Hand-Kleider wählt oder euren Anzug nach der Hochzeit weitertragt – es gibt viele Möglichkeiten, umweltfreundlich zu heiraten, ohne auf Eleganz zu verzichten. Mit bewussten Entscheidungen könnt ihr einen wunderschönen, nachhaltigen Hochzeitslook kreieren, der euch und die Umwelt glücklich macht.