Bedeutung und Ursprung des Brautstrauß Wurfens: Ein Hochzeitsbrauch mit Geschichte

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Brautstrauß werfen

Der Brautstrauß ist eines der bekanntesten und meistfotografierten Accessoires einer Hochzeit. Doch nicht nur das Aussehen des Straußes ist wichtig – auch der Moment, in dem er geworfen wird, sorgt oft für Spannung und Unterhaltung bei den Gästen. Doch woher stammt dieser Brauch eigentlich, und welche Bedeutung steckt dahinter? In diesem Artikel gehen wir auf den Ursprung und die Symbolik des Brautstraußwerfens ein und zeigen, warum dieser Hochzeitsbrauch bis heute eine beliebte Tradition ist.

Woher stammt der Brauch?

Die Tradition, dass die Braut ihren Strauß in die Menge wirft, hat ihren Ursprung im europäischen Mittelalter. Zu dieser Zeit galt es als besonders glücksbringend, ein Stück der Brautkleidung oder ihres Schleiers zu erhaschen. Es sollte den Segen der Hochzeit auf die Fangenden übertragen und ihnen helfen, bald selbst zu heiraten.

Da diese Praxis jedoch manchmal zu unerfreulichen Szenen führte – etwa wenn Brautgäste versuchten, ein Stück des Kleides abzureißen – entwickelte sich der Brauch weiter. Statt Teile der Brautkleidung zu ergattern, begann man, den Brautstrauß zu werfen. So konnte die Braut symbolisch den Segen an ihre Gäste weitergeben, ohne ihre Garderobe zu beschädigen. Die Person, die den Strauß fing, galt fortan als die nächste, die heiraten würde.

Brautstrauß werfen

Die Bedeutung des Brautstraußwerfens

Heute ist das Brautstraußwerfen vor allem ein spaßiger und stimmungsvoller Moment während der Hochzeitsfeier. Doch hinter diesem Ritual steckt auch symbolische Bedeutung:

  • Glücksbringer: Der Strauß soll demjenigen, der ihn fängt, Glück in der Liebe bringen und anzeigen, dass eine Hochzeit in naher Zukunft liegt.
  • Verabschiedung vom Junggesellendasein: Indem die Braut ihren Strauß wirft, verabschiedet sie sich symbolisch von ihrem Single-Leben und gibt das Glück an ihre Freundinnen weiter.
  • Gemeinschaftlicher Moment: Das Werfen des Brautstraußes bringt Gäste zusammen, sorgt für Unterhaltung und schafft eine heitere, lockere Atmosphäre.

Die Kombination aus Spaß, Spannung und Symbolik macht das Brautstraußwerfen zu einem festen Bestandteil vieler Hochzeitsfeiern.

Varianten und Alternativen

Während der klassische Brautstraußwurf immer noch beliebt ist, gibt es auch moderne Abwandlungen und Alternativen, die den Brauch auf kreative Weise interpretieren:

  • Strauß für den Wurf: Einige Bräute behalten ihren Hauptstrauß als Erinnerung und verwenden stattdessen einen zweiten, kleineren Strauß für den Wurf. So bleibt das Andenken an den besonderen Tag unversehrt.
  • Band- oder Schleifenzeremonie: Statt den Strauß zu werfen, bindet die Braut Bänder um den Strauß, und jede unverheiratete Frau hält eines davon. Dann schneidet die Braut die Bänder einzeln durch, bis nur noch eines übrig ist. Die Person, die das letzte Band hält, erhält den Strauß.
  • Gäste einbeziehen: Manche Bräute lassen nicht nur unverheiratete Frauen, sondern alle anwesenden Gäste mitmachen. Das lockert die Stimmung auf und gibt jedem die Chance, den Glücksbringer zu fangen.

Mit diesen Alternativen kann der Brauch individuell gestaltet werden, ohne dass die Symbolik verloren geht.

Traditionen rund um den Brautstrauß

Der Brautstrauß selbst hat ebenfalls eine lange Tradition und ist mehr als nur ein hübsches Accessoire. Früher wurden die Blumen bewusst ausgewählt, um bestimmte Botschaften zu übermitteln. Die sogenannte „Blumensprache“ war besonders im 19. Jahrhundert beliebt, als jede Blume eine eigene Bedeutung hatte. Rosen standen beispielsweise für Liebe und Leidenschaft, während Maiglöckchen Reinheit und Glück symbolisierten.

Heute entscheiden sich viele Bräute bei der Auswahl der Blumen eher nach persönlichen Vorlieben oder den Hochzeitsfarben. Dennoch spielt der Strauß eine zentrale Rolle in der Zeremonie. Oft wird er in den Hochzeitsfotos prominent in Szene gesetzt, als dekoratives Element auf dem Tisch platziert oder sogar in einem speziellen Straußhalter aufbewahrt.

Tipps für einen gelungenen Brautstraußwurf

Damit das Werfen des Brautstraußes reibungslos abläuft und ein Highlight der Feier wird, lohnt es sich, ein paar Dinge zu beachten:

  • Timing ist alles: Der Brautstraußwurf findet oft nach dem Essen oder vor dem Eröffnungstanz statt. Überlegt euch, wann der richtige Moment ist, damit möglichst viele Gäste anwesend sind und die Stimmung passt.
  • Richtiger Ort: Sucht einen Platz, an dem genügend Platz für die teilnehmenden Gäste ist und der Strauß sicher geworfen werden kann. Eine Tanzfläche oder ein Gartenbereich eignen sich oft gut.
  • Fotograf bereitstellen: Ein erfahrener Fotograf sollte diesen Moment unbedingt festhalten. Die Reaktionen der Gäste und der glückliche Gewinner des Straußes sorgen für unvergessliche Bilder.
  • Strauß für den Wurf vorbereiten: Wenn ihr euren Hauptstrauß behalten möchtet, besorgt euch einen kleineren Wurfstrauß. Dieser kann aus ähnlichen Blumen bestehen und wird speziell für diesen Moment vorbereitet.

Mit diesen Tipps wird der Brautstraußwurf zu einem reibungslosen und unterhaltsamen Highlight auf eurer Hochzeit.

Fazit

Der Brautstraußwurf ist ein Hochzeitsbrauch mit einer langen Geschichte und einer tiefen Symbolik. Was einst als Möglichkeit galt, Glück und Segen an die Hochzeitsgäste weiterzugeben, ist heute ein fröhlicher und unvergesslicher Moment auf jeder Feier. Ob ihr euch für die klassische Variante oder eine moderne Abwandlung entscheidet – das Werfen des Brautstraußes ist ein emotionaler Höhepunkt, der für euch und eure Gäste noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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